Manche Frauen haben einfach Angst.
Und manche Frauen organisieren ihr Leben sehr kunstvoll um die Angst herum.
Sie planen ihren Tag akribisch.
Sie machen To-Do-Listen.
Sie beantworten E-Mails sofort.
Sie erscheinen zu Terminen überpünktlich.
Sie funktionieren und übererfüllen die Erwartungen anderer.
Und: *drumroll* Sie genießen das positive Feedback.
Wer würde das nicht tun?
„Wow! Sie ist so eine Hochleisterin!“
High Achiever aus Angst vor Ablehnung?
Von außen sieht das, was sie leisten, wirklich beeindruckend aus. Und das ist es ja auch.
Tatsache ist (ich weiß es aus eigener Erfahrung): Von innen ist weibliche High Performance oft nur gut gemanagte Daueranspannung.
Wenn du dich hier wiedererkennst, dann willkommen im Club der weiblichen Überflieger.
Das Tückische an hochfunktionaler Angst ist, dass sie Erfolgsgeschichten schreibt.
Du bekommst Dinge gewuppt.
Du denkst über vieles nach, manchmal in Schleifen, manchmal für andere mit.
Du vergisst nichts.
Du bist zuverlässig.
Niemand schaut dich an und denkt: Diese Frau ist überfordert.
Niemand sieht dir deine inneren Kämpfe an.
Dabei verbringst du vielleicht einen Großteil deines Lebens damit, die aufkommende Panik in Schach zu halten.
Selbst am Wochenende.
Selbst im Urlaub.
Selbst nachts um halb drei, wenn keiner weiß, dass du wach liegst und eine Runde mit dem Sorgenkarussell fährst.
Wenn Angespanntheit zum Life-Style wird
Viele Frauen halten diesen Zustand für ihre Persönlichkeit.
„Ich bin eben ehrgeizig.“
„Ich bin eben leistungsorientiert.“
„Ich kümmere mich halt um viel.“
„Ich denke gerne an alle Eventualitäten und die ganzen Schreckensszenarien in meinem Kopf.“
„Ich bin eben so.“
Was aber, wenn das gar nicht stimmt? Wenn dieses Verhalten gar nicht zu deinem Charakter gehört, sondern permanentes unterschwelliges Angstmanagement darstellt?
Also eher: ein Charakterpanzer ist als dein wahrer Charakter.
Wie würde sich das anfühlen, wenn du die Frau hinter dem Charakterpanzer kennenlernen könntest?
Ehrgeiz fühlt sich lebendig an. Angst fühlt sich erstickend an.
Das eine Gefühl zieht dich nach vorne. Das andere peitscht dich voran.
Und wer lange genug getrieben wird, verwechselt irgendwann den Peitschenhieb mit Motivation.
Deshalb ist die wichtigste Frage vielleicht nicht:
Warum kann ich nicht entspannen?
Sondern:
Was für eine Frau wäre ich eigentlich ohne diesen inneren Alarm?
Für viele Frauen ist das eine überraschend schwierige Frage.
Aber es sind die schwierigen Fragen, die es sich zu beantworten lohnt.
Dein erster Schritt in die richtige Richtung könnte sein: die körperlichen Angstsymptome herunterfahren. Das entlastet dich und bereitet das Terrain für eine tiefergehende Beschäftigung mit dem Grund für dein überreiztes Nervensystem.
Wenn du lernen willst, wie du dein Nervensystem aus diesem Dauer-Alarm herausholst, findest du im kostenlosen „10-Tage-Angst-Reset™“ alltagstaugliche Tools, mit denen dein Körper wieder lernt, wie sich Sicherheit anfühlt.
